Der Weg ist die Zeile in Eile

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phpbbadmin
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Der Weg ist die Zeile in Eile

Beitrag von phpbbadmin » So Apr 01, 2018 5:08 pm

Der Pfad wandert fort,
weg von dem Ort, wo er begann,
geh den Weg der Bauern,
wenn sie dich sehen können,
geh den Weg der Menschen,
wenn sie dich erblicken,
geh den Weg der Maschinen,
wenn sie dich nicht gefährden.

Geh aufrecht, geh gebückt,
so wie ich es dir sage,
geh offenen Hauptes, geh verhüllt,
wie immer ich es dir gebiete.
Krieche auf deinen Knien, wenn ich es will,
brich zusammen, wenn ich es verlange.

Du bist ein Sohn, du bist ein Mensch,
auch wenn du verklärt und verkommen,
wanderst umher, vollkommen benommen,
in dir wird alles Zeugnis wahr, bei all der drohenden Gefahr,
bei all dem Wahnsinn der erklingt, im Ohr das keinen Lärm vernimmt.

Du bist vollbracht, in mir gemacht,
du bist gebacken, unverschrottet,
unverkommen, voll genommen,
von denen die verstorben sind, von denen die Vollkommen sind,
von allem was da kreucht und fleucht, gehst du gebückt und aufrecht zugleich.

Wer immer deines Weges kreuzt, er wird vergehen, sei bedacht,
lass keinen verlieren, lass alle gewinnen, sei immer bei deinen vollen Sinnen,
auch wenn die Sucht dich nieder bricht, du bist das Kind das mich erblickt.

Kein Versmaß kann dich binden,
keinen Schoßhund will ich bringen,
kein Kindlein das ergeben ist, dem Tode,
statt dem Lebenslicht,
du bist erbracht, du bist entkommmen,
dem Sterben und dem nicht mehr Sonnen.

In vielen Stimmen, erklingt in dir,
was niemand weiss und keiner spürt,
was allen klar, doch keinem mehr bewusst,
was oft gelehrt, doch nie erkannt,
was auf den Wegen unverbrannt,
in dir wird alles Leben wahr,
doch dein Spross liegt in Gefahr.

Die Kraft, die in dir tobt im Sturm,
ist ungebunden, gleich dem Wurm,
der verdirbt und alles Leben schindet,
der sich in unseren Eingeweiden windet,
doch du mein Kind bist völlig frei,
vom Teufelswind und bösem Gedeih.

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