Das Gefängnis

This forum contains some of my newer poems.
Dieses Forum enthält einige meiner neueren Gedichte.

Older / Ältere: members.aon.at/desozy
Antworten
phpbbadmin
Site Admin
Beiträge: 86
Registriert: Di Apr 04, 2017 10:02 am

Das Gefängnis

Beitrag von phpbbadmin » Sa Mär 31, 2018 2:13 pm

Eine Zelle, mit Gitterstäben so breit,
das man hindurchschreiten kann.

Doch auch ein Gitter am Boden,
durch das man stürzt.

Ein Gitter darüber, engmaschig,
auf das man fällt und zerbricht,
so das es einen durchsiebt.

Keine Tür, kein Schloss, kein Riegel,
keine Nebenzelle, keine Mitgefangenen,
und doch sind alle drin versperrt.

Eine Laufmasche im gordischen Knoten,
ein stumpfes Messer zum Durchschlagen,
eine winzige Keule für den eigenen Kopf.

Eine weiße Augenbinde, verschleierte Sicht,
doch eindringlich alles Blut der Menschenkinder,
in buntem Farbenjammer dargebracht.

Man schleppt sich hoch,
und rollt hinab, Rock n' Roll Baby,
schreien sie dir nach,
brüllend, ergriffen, erfasst.

Viele Nägel im Brett vorm Kopf,
2 Nägel am Kreuz reißen dir die Arme aus,
und der fehlende an den Beinen,
bricht dir den Rücken.

Eine Reise, ohne Weg und Ziel,
ein Plan, ohne Umriss und Kreuzerl,
wo liegt dein Schatz im Schlaf-Affen-Land,
wo das Schnarchen des Geistes,
den Sound des Lebens lähmt.

Der Vogel singt, bevor er Blut bringt,
auf der Scheibe deines Höllenschlittens,
wo nicht nur die Gelsen zerdrücken,
wenn sich Kinder nach Bällen bücken.

Runter vom Gas, rauf aufs Surfbretterl,
des Stillstand-Schritts im Nagelbetterl,
auf das die Mühle des Gewinns zerbricht,
noch während meiner Wache-Schicht.

Die Welle wird alles zermalmen,
die Gitterstäbe wie trockne Halme,
das Wasser tropft hinab und treibt hoch,
selbst in diesem dunklen Loch und Joch.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast