Welona

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phpbbadmin
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Welona

Beitrag von phpbbadmin » Di Mär 20, 2018 10:00 pm

Wild geordnet, wuchern überwindend,
wachsend umwoben, sprießend zersprengt,
weiblich, jung und ungezwungen bindend,
verliehen doch unvergeben, ewig strebend.

Schönheit, ohne Makellos zu sein.
Wildheit, ohne Chaotisch zu sein.
Wachsend, ohne Verdrängend zu sein.
Lebendig sterbend, ohne Vergänglich zu sein.

Naturell der Natürlichkeit,
Unumgänglichkeit der Kraft,
Verdorren als zyklische Gabe
des Wiederaufbau ihrer Selbst.

Seelenherz von Mutter Erde,
Sichtbar, unerkannt verwoben.
Baumstolz, Rinderhaut und Blätterkrone,
Regenkleid im Sonnentanz,
Lichtumwoben selbst in Dunkel-Gabe.

Fühlbar, Hörbar, Unantastbar doch vergriffen.
Dehnen dich, ordnen Deines mit Abgasgiften.
Vergraben dich und bohren dich auf, im Wirtschaftslauf.
Schlagen dich doch berühren dich nicht, im Todeskauf.

Heilst du uns, verkaufen sie dich.
Verdrängst du uns, verbrennen sie dich.
Bestaunt man dich, wirst du gezüchtigt.
Nährst du uns, wirst du versäuert.

Was kann ich geben, außer mein Leben?
Nichts zu nehmen, ohne Marktschrei.
Nichts zu erarbeiten, ohne sklavisch zu verscheuern.
Nichts erschließbar, ohne Schlüssel zu verteilen.

Dein Schoß, mein Schloss.
Deine Unvergänglichkeit, meine Burg.
Deine Weite, mein Zuhause.
Deine Brust, ein mütterlicher Kuss.

Dein Wachstum, meine Hoffnung.
Dein Verdruss ist mein Verzagen,
meine Geschwister, deine Klagen,
meine Sorge, dein Gebet.

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