STOP IT NOW: Der Autokrieg

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phpbbadmin
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STOP IT NOW: Der Autokrieg

Beitrag von phpbbadmin » Sa Mai 13, 2017 8:32 am

These: Die Individualmobilität ist der Sargnagel der menschlichen Zivilisation

Als gesagt wurde "Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin" hat sich wohl
keiner gedacht, das es möglich wäre, das alle nur noch hin fahren.

* Die Straße ist ein Schlachtfeld, das Motto der PKW-Liebhaber lässt sich auf
"Jedem Mensch sein Panzer" zusammen fassen.

Hier nur mal die Eckdaten, bitte bedenken das es sich "nur" um Tote durch Verkehrsunfälle handelt,
und evtl. Tote durch Umweltfolgen/Lärm/Abgasen können nicht abgeschätzt werden.
Das Schlimmste daran, die häufigste Opfergruppe sind Kinder und Jugendliche.

(Daten des 1. + 2. Weltkriegs von Wikipedia entnommen, Opfer des Autokriegs abgeschätzt mit
750.000 Toten / Jahr, hochgerechnet seit 1960. (das ist eine geringe Schätzung, 2013 gab es 1,25 Mio. Tote)

1. Weltkrieg: ca. 17 Millionen Opfer
2. Weltkrieg: ca. 65 Millionen Opfer
Autokrieg: ca. 34,5 Millionen Opfer


* Eine andere Betrachtung, weil ja alle Fragen, wo bleibt die soziale Gerechtigkeit.

In Österreich gibt es 4,694.921 Millionen gemeldete PKW's
Ein PKW kostet wenn man alles zusammenrechnet (Benzin, Versicherung, Reperaturen, Anschaffung) geschätzt 300 Euro im Monat.

Das heißt, alleine in Österreich werden PRO MONAT 1,4 Milliarden Euro für das Automobil ausgegeben. Das wären 16,8 Milliarden im Jahr.
Und da will noch einer, der ein Auto sein eigen nennt, fragen wo die soziale Gerechtigkeit bleibt.
Die verheizt ihr in eurem Autotank.

Angenommen, Österreich würde auf das Automobil als Individual-Lösung verzichten und mit diesem Geld die Schulden begleichen, wären die Staatschulden von dzt. ca. 295 Mrd. in 17,5 Jahren abgearbeitet.

Das ganze weltweit betrachtet:
PKW Anzahl von: "http://diepresse.com/home/ausland/welt/ ... unterwegs-"

900 Millionen PKW zu 300 Euro im Monat macht 270 Milliarden Euro pro Monat aus!


* Der mysteriöse Zeitfaktor
Das Automobil wird vor allem verwendet, weil es a) Bequem ist und b) Zeit spart
Zeit ist schwierig zu beurteilen, es sei denn man verwendet objektive wissenschaftliche Methoden.
Zeit kann man in objektive Zeit wie auch subjektive Zeit einteilen.
Die subjektive Zeit ist es die dein Gehirn empfindet.
Ob die Zeit schnell oder langsam vergeht ist eine Frage der geistigen Haltung wie auch der Hormone.
Je näher man an einer Einheit mit dem Universum ist, desto mehr Kontrolle hat man über die Zeit.

Aber zurück zum Automobil.
Der "objektive" Rechenvorgang. Angenommen du benutzt dein Auto 2 Stunden am Tag und fährst
mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 70 km/h.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln würde man hingegen 3 Stunden am Tag brauchen. (Annahme)
Somit "erspart" man sich 1 Stunde pro Tag oder 30 Stunden pro Monat.
Ist es das Wert?

Und wie sieht es subjektiv aus. Das Autofahren führt beinahe automatisch zu Hormonausschüttungen,
aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der Anspannung des Geistes.
Wer kennt das nicht als Autofahrer. Man wird "aggresiv" im Stau, der vorne ist ein Idiot, weil er zu
langsam fährt, man ärgert sich wenn man geschnitten wird, man ärgert sich wenn man hinter einem
Traktor herfahren muss, besonders wenn man es eilig hat. Und Autofahrer haben es so gut wie immer
eilig.

Kurzum ist dein Gehirn beim Autofahren diesen Hormonen ausgeliefert und die Summe der Eindrücke
führt zur Krankheit namens Stress.
Was bewirkt Stress bezüglich dem subjektiven Zeitempfinden. Wir haben das Gefühl die Zeit läuft uns
davon.

Ich kann bezeugen, seit ich schon lange ohne Automobil auskomme (mit gelegentlichen Ausnahmen
wie unvermeidlichen Amtswegen) habe sehr oft das Gefühl "Alle Zeit der Welt zu haben".

Also pulvert man in Österreich 16,8 Milliarden Euro in eine Zeitmaschine, die nicht funktioniert.
Und man nimmt über 400 Tote in Kauf. Und wenn ihr es euch ehrlich eingesteht, habt ihr mehr Zeit?


* Ein Fließband für Menschen - der Grund warum die Wirtschaft Pro-Individualmobilität ist

Den Menschen wird ein Bild von Freiheit vermittelt, im Bezug auf das Automobil. Seht euch Werbungen
an, die Autos sind im Regelfall auf offener Straße, kein anderer Verkehr, schöne Landschaften.
Die Probleme wie Staus, Verkehrsunfälle, kaputte Autos, das alles sieht man in den Spots nicht. Und auch
nicht was mit der "schönen Landschaft" passiert durch das Automobil.

Ich hingegen sehe das Automobil als "Abhängigkeit" dazu wird noch ein eigener Punkt eröffnet.

Für die Wirtschaft mit ihren Maximierungs-Tendenzen ist die Individualmobilität ein Fließband für Menschen.
Schneller zur Arbeit, schneller zum Einkaufen, schneller zur Unterhaltung, schneller in die Schule.
Die Beschleunigung der Menschheit führt zu einer Maximierung von Konsum und Leistung.

Viele Jobangebote verlangen einen "Führerschein B", bei manchen einleuchtend, bei anderen Stellen finde
ich es als diskriminierend.

Die Firmen erwarten, das man mobil ist. Die Firmen wie auch das AMS erwarten sich, das man weite Strecken
in Kauf nimmt. Die Märkte haben sich gewandelt, früher der Laden ums Eck, der zu klein ist um Parkplätze in
ausreichender Anzahl zu organisieren ist gestorben, dafür schießen Einkaufszentren mit riesigen Parkplätzen
aus dem Boden und meist sind diese nur schlecht öffentlich erreichbar.

Beschilderte Straßen sind überall, damit die Autofahrer ihren Weg finden. Wanderwege sterben immer mehr aus.
Ich kenne das von meiner Gegend, wenn ich zu Fuß nach Neunkirchen will, muss ich mich an die Straßen halten,
sonst stehe ich irgendwann bei der unüberquerbaren Autobahn an.

Der öffentliche Verkehr wird immer teurer. Schwierigkeit ist das bei der geringen Auslastung ein günstigerer
Ticketpreis einfach nicht möglich ist und viel regionaler öffentlicher Verkehr wird zurückgefahren oder ist sowieso
schon nicht mehr vorhanden.


* Das Infrastrukturproblem - "körperliche" Abhängigkeit der Gesellschaft vom Automobil

Wie schon oben erwähnt, mit den Geschäften, ist es offensichtlich so das sich die Infrastruktur unserer Gesellschaft
vom Automobil abhängig macht.
Dies ist am besten vergleichbar mit einer Abhängigkeit von Drogen, die "körperliche" Abhängigkeit fördern.
Die Organe gewöhnen sich in diesem Fall an die Droge und wenn diese abgesetzt wird, folgen heftige körperliche
Reaktionen.

Diese Abhängigkeit führt dazu, das die Menschen das Automobil als "lebensnotwendig" betrachten und entsprechend
diese "heilige Kuh" auch verehren und verteidigen.

Ich selbst erlebe das jeden Tag, das man ohne Automobil sozusagen "benachteiligt" ist. Ok, die Pendlerpauschale fällt
vielleicht höher aus, aber was für sonstige Unterstüzung erhalten "Individualmobilitätsverweigerer". Keine.

Dadurch, das diese infrastrukturelle Abhängigkeit schon so gewaltig ist, ist die Einführung einer "Individualmobilitäts-freien"
Welt so gut wie unmöglich. Aber, was unmöglich ist bei den Menschen, ist möglich bei Gott.


* Die psychologisch - soziale Wirkung der Individualmobilität

Was die wenigsten sehen wollen, ist der Umstand das sich das Automobil anders darstellt, wenn man außerhalb davon ist und
man auf einem schmalen Grat (dem Gehsteig) wandern muss und da zischen dann einfach so 1,5 Tonnen mit einer Geschwindigkeit
von 50 km/h vorbei, wenn sich die Autofahrer an das Geschwindigkeitslimit halten.

Aber was ist mit den Menschen in den Autos.
Sie sind geschützt. Niemand kann sie ernsthaft attackieren, den wer kann etwas gegen 1,5 Tonnen mit hoher Geschwindigkeit schon
anrichten. Man kann nicht angeschrien werden, nicht angesprochen. Man wird auch meist nicht als Mensch wahrgenommen, sprich ich
merke es oft nicht wenn ein Bekannter/Verwandter vorbei fährt, man sieht ja hauptsächlich das Auto und die merke ich mir nicht.

Vor der Individualmobilität haben sich Menschen noch getroffen. Ob auf der Strasse, ob in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Man wusste
was rund um einen abgeht. Heute ist die Individualisierung des Menschen entsprechend weit fortgeschritten. Freiheit für Individuelles
ist ein Muss in einer freien Kultur. Aber verlieren wir dadurch, das dieser Kontakt nicht mehr statt findet, nicht Gemeinschaft.
Natürlich, virtuell trifft man sich noch, die Menschen hängen oft in Ihren Mobiltelefonen und dadurch findet auch an öffentlichen
Plätzen keine soziale Assoziation mit anderen mehr statt.

Es ist einfach betrachtet so, das sich die Menschen derzeit mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50 km/h voneinander
entfernen. Das Zusammenhalt noch was zählt, das man sich solidarisch zeigt, das man den Menschen ins Gesicht schaut, das alles
leidet unter der Individualmobilität.

Und hört euch heute um, nur mehr extreme Kräfte, Ansichten die von anderen Abgrenzen, keine Kraft der Mitte mehr.


* Die Überbevölkerung, das nenne ich Übermobilisierung

Wenn ich wen über Überbevölkerung reden hör, kriege ich manchmal die Krise.
Wie schon oben erwähnt gibt es mehr als 4,5 Millionen PKW's in Österreich.
Wenn wir nun annehmen, das zu berechnen ist mir nicht möglich, ein Auto würde 20m² Platz in der Welt beanspruchen.
(Parkplatz zu Hause, Parkplatz bei der Arbeit, Generelle Straßenverbau aufgerechnet.)
Wie viel Platz nimmt ein Mensch ein, vor allem wenn er in Verbund mit anderen Menschen lebt und somit Räume wie
Bad und Küche geteilt werden. Oder wenn der Mensch sparsam lebt. Auch hier müssten wir natürlich hochrechnen.
Nehmen wir an, es wären 60 m², wenn man alles einrechnet (auch den Anteil an landwirtschaftlicher Fläche der benötigt wird)

So kann man durchaus die Aussage treffen, 3 PKW's nehmen einem Menschen den Platz weg. Das ist alleine in Österreich Platz für
gut 1,5 Millionen Menschen. Deswegen auch sprechen sich manche Kräfte auch für eine Wenig-Kind-Politik auch in Österreich aus.
Weniger Kinder, mehr Platz für Autos. Schöne neue Welt.


* Die eigentliche Ursache der Feinstaubproblematik?

Feinstaub, entsteht ja auch beim Heizen, in der Industrie. Aber, das ist jetzt ein witziger Aspekt, der falls er falsch ist,
kritisiert werden sollte. Aber ist es bei diesem Staub nicht so, das sich dieser absetzt auf den Boden und dort eigentlich
keine Gefahr darstellt, da er nicht die Atemwege belastet.
Und dafür das ich das sage, werden mich Autofahrer wohl hassen. Wer wirbelt denn den Feinstaub ständig wieder auf?
Gerade in Städten und Dörfer könnte reiner Nutzverkehr (Landwirtschaft, Transport und Einsatzkräfte) für eine wesentlich
Verbesserung der Feinstaub-Situation sorgen.
Sollte ein Kritiker auch in der Lage sein, die Wissenschaft auf diese Überlegung aufmerksam machen zu können, wäre eine
empirische Untersuchung meiner Überlegung sehr wünschenswert.
Den ohne diese stellt dieser Abschnitt eine reine Behauptung von mir dar.


* Rauchen ist viel ungesünder als die Autos

Bitte, mag sein, gebe es eine Initiative zum Verbot von Rauchwaren in Österreich, ich würde unterschreiben, gerade weil
ich starker Raucher bin und ein Verbot meinen Konsum deutlich reduzieren würde.
Aber andererseits schau dir das Volumen einer Schachtel Zigarette an und dann überlege dir welches Volumen der Sprit
hat, den du tagtäglich verbrennst. Ich glaube mal die Masse unterscheidet sich gewaltig.


* Der Umwelt-Aspekt

Hier habe ich um einen Gastbeitrag gebeten, wäre schön wenn dieser Wirklichkeit wird, ansonst muss ich recherchieren.



Dieses Thema kann noch um weitere Betrachtungen ergänzt.

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